Einzig und allein die Person ist es, die zählt. Das Herz ist entscheidend. Nicht Verletzungen, auch wenn sie ein Leben lang nicht vergehen, nicht die sexuellen Werte (Schönheit, etc), Intelligenz, mitgebrachte Kinder, und so fort. Wenn wir nicht so lieben können, dann sind wir keine Christen.
Generell gilt die Grundregel einer russischen Volksweisheit: „Leben soll man mit dem Herzen”. Der Verstand ist Wächter und hat Schutzfunktion. Auch er muß zustimmen können. Hier ist wohl wichtig, das eigene Bauchgefühl als Wegweiser verstehen zu lernen. Auch Bodenständigkeit und gesunder Menschenverstand, wie auch gute Freunde – und warum nicht in einem guten Sinn auch die Eltern – können dem Verstand gute Hilfen sein, Orientierung zu finden. Papst Benedikt schrieb in seiner Enzyklika „Deus gratias est”: „Die Liebe umfasst den ganzen Menschen. Sein Denken, Fühlen, und so fort. Der ganze Mensch muß einmal Ja sagen können, und der ganze Mensch muss sich auch geliebt fühlen können.”
Bei allem bleibt der andere und auch ich selber immer noch ein Mensch, der auch Fehler hat. Täusche Dich nicht: Auch mit dem bzw. der Besten werden Probleme kommen. All dies ist wichtig und zu beachten, um nicht in ein lebenslanges Unglück zu rennen.
Oft ist der andere einfach nur deswegen nicht der Richtige, da man selbst einfach noch nicht so weit ist. Auch Beziehungen, die am Ende nicht zu einer Ehe geführt haben, sind oft unvermeidliche Wege der Reifung. Entscheidend nur, dass sie nicht halbherzig gelebt wurden, denn jeder Mensch verdient ganze Aufmerksamkeit - einfach nur deswegen, weil er Mensch ist. Nicht weniger bedeutsam, die rechte Zeit und die Kraft zu finden für einen rechtzeitigen und respektvollen „Ausstieg”, wenn man klar erkannt hat: Der andere ist nicht der Richtige für mich. Man muss Zweifel oder auch positive Gefühle schon auch eine Zeit lang für sich behalten können, um sich wirklich klar über etwas zu werden – doch man darf sie auf Dauer nicht verbergen! Sonst würde man den anderen und letztlich auch sich selber nur belügen.
Bindet euch nicht zu schnell durch Zärtlichkeiten und Gefühle, die euch letztlich einen klaren Kopf verhindern!
Wie viele traurige Schicksale wären den Menschen erspart geblieben, wenn sie sich zuvor überlegt hätten, ob sie zu diesem Menschen auch wirklich stehen können? Wenn ich in verantwortlicher Weise als ganzer Mensch ja sagen kann, dann können sich Gefühle und Zärtlichkeiten frei und offen, ohne Angst entfalten und zu ganz anderer Intensität gelangen, wie sie der moderne Mensch oft gar nicht mehr kennt. Es ist eine tragische Tatsache, dass Liebe für viele von uns zum auswechselbaren Gut geworden ist. Macht Euch bitte darüber ernsthaft Gedanken bevor ihr handelt – im Licht der persönlichen Verantwortung für unser Leben.
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